10.
Februar
2012

Soziales Engagement als Glücksquelle für Mitarbeiter und Unternehmen

Am 2. Februar war Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung der baden-württembergischen Landesregierung, zu Gast in der Werkstatt am Neckar in Wendlingen. Sie referierte über die gesellschaftliche Verantwortung von Wirtschaftsunternehmen. Ihre These: Vom sozialen Engagement profitieren sowohl Mitarbeiter als auch Unternehmen.

 

Dirk Jägers, Geschäftsführer von IST METZ, begrüßte zum Werkstattgespräch 2012. Hauptrednerin Gisela Erler, Staatsrätin im Kabinett von Winfried Kretschmann, fragte anschließend in ihrem Vortrag “Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung – ein Widerspruch?” Sie selbst verneinte die Frage: Für die Mitarbeiter eines Unternehmens sei soziales Engagement im Namen der Firma geradezu eine “Glücksquelle”. Das Ansehen eines Unternehmens würde durch das Engagement seiner Mitarbeiter gestärkt, was sich wiederum positiv auf seine Position im Markt auswirke.

 

Der passive Bürger sterbe aus, meinte Erler: “Menschen wollen mitreden und wollen ernst genommen werden. Heute ist ein Betrieb nicht mehr mit patriarchalischen Strukturen zu führen.” Das zeige das Beispiel der Firma Schlecker. Das Unternehmen habe versäumt, eine “Kultur des Mitnehmens” zu schaffen. Auch das habe zum Niedergang des Unternehmens beigetragen.

Dennoch, so die Staatsrätin, soziales Engagement wie am Beispiel von IST METZ sei nicht zu verordnen. “Um erfolgreich zu sein, braucht es die Ideen der Menschen. Dass Deutschland so gut durch die Wirtschaftskrise gekommen ist, verdankt es auch seinen Unternehmen. Statt die Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit zu schicken, wurde Kurzarbeit eingeführt.” Darüber hinaus müssten die Unternehmen neue Kompetenzen wie zum Beispiel Transparenz gegenüber den Bürgern entwickeln. Die Zukunft werde nicht allein durch den Staat zu bewältigen sein, auch nicht durch Marktlösungen, sondern nur unter Beteiligung der Bürger. Außerdem wünschte sich die Staatsrätin eine bessere Abstimmung zwischen Wirtschaft und Politik.

 

Das Werkstattgespräch findet einmal im Jahr statt und wird von der IST METZ STIFTUNG Zeit für Menschen veranstaltet. Ziel der Werkstattgespräche ist es, den Dialog zwischen den sozialen Einrichtungen der Samariterstiftung und den Unternehmen in der Region zu fördern.

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