03.
Dezember
2012

Erstes Industrial UV Forum von IST METZ ein voller Erfolg

Dirk Jägers, Geschäftsführer von IST METZ, begrüßte an beiden Veranstaltungstagen die deutsch- bzw. englischsprachigen Gäste und gab einen kurzen Überblick über das Tätigkeitsfeld des UV-Spezialisten. Oliver Starzmann, Produktmanager für industrielle Anwendungen bei IST METZ, erläuterte anschließend die konkreten Anwendungsfelder für UV in der Kunststofflackierung und hob dabei die Vorteile der UV-Härtung wie geringe Oberflächenerwärmung, sofortige Weiterverarbeitung und ein hohes Eigenschaftsprofil der erzeugten Schichten hervor.

 

Klaus Menzel von BASF SE stellte in seinem Vortrag die Ökoeffizienz-Analyse vor, eine von BASF entwickelte und inzwischen TÜV-zertifizierte Analysemethode, die die Wirtschaftlichkeit eines Produkts ins Verhältnis zu den Auswirkungen auf die Umwelt setzt. Kunden können so entscheiden, welche Produkte sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch am besten für ihre Zwecke geeignet sind. Am Beispiel der Lackierung von Holztüren stellte er heraus, dass UV-Lack im Vergleich zu anderen Arten von Lack den besten öko-effizienten Fingerabdruck aufweise. Eine solche Analyse müsse aber für jede Anwendung separat durchgeführt werden.

 

Dr. Matthias Schumacher von Hella KGaA Hueck & Co.stellte mit Automobilscheinwerfern eine Anwendung vor, bei der UV-Lacke zum Einsatz kommen. Der Lack gleiche dabei Schwächen des Kunststoffs aus und mache diesen witterungsstabil, beständig gegenüber Chemikalien wie etwa Reinigungsmitteln und besonders beständig gegen Abrieb und Verkratzen.

 

Im weiteren Verlauf des Tages präsentierte Achim Herzog von Integration Technology Ltd., dem strategischen Partner von IST METZ im Bereich der LED-UV-Technologie, die Vorteile dieser Technologie und die vielfältigen Einsatzgebiete wie Displayherstellung, gedruckte Elektronik oder Waferproduktion. Andreas Scholz von der Lankwitzer Lackfabrik GmbH zeigte am Beispiel von Automobilteilen die Vielfalt der Beschichtungs-möglichkeiten mit UV-Lacken auf, die sowohl im Autointerieur als auch -exterieur zum Einsatz kommen: von Uni- und Metallicfarbtönen über Seidenglanz und Seidenmatteffekte bis hin zur Klavierlackoptik. Michael Blankenhorn von der Sprimag Spritzmaschinenbau GmbH & Co. KG ergänzte das Schwerpunktthema um den Bereich der Anlagentechnik. Er beschrieb das Anlagenkonzept einer Palettenanlage, auf der die einzelnen Prozessschritte von Vorbehandlung bis UV-Härtung ablaufen. Dabei hob er die geringen Investitionskosten und die kompakte Anlagengröße hervor.

 

Dr. Barbara Gebhardt von der VTD Vakuumtechnik Dresden GmbH stellte das PVD-Verfahren vor, bei dem verschiedene Metalle im Hochvakuum auf Kunststoffteile aufgedampft werden. Das Verfahren kommt überall dort zum Einsatz, wo ein metallisches Aussehen Kunststoffteile optisch aufwerten soll, also zum Beispiel in der Kosmetik- oder der Automobilindustrie. Marcus Steckhan von Mankiewicz Gebr. GmbH & Co. KG ging im Anschluss daran unter anderem auf die notwendigen Eigenschaften ein, die ein Lack im PVD-Prozess aufweisen muss. Außerdem stellte er die besonderen Vorteile von Monocure-Lacken heraus, die eine sekundenschnelle Aushärtung mit UV-Licht ohne zusätzliche thermische Trocknung ermöglichen. Die beschichteten Teile weisen eine sehr hohe mechanische Beständigkeit sowie Beständigkeit gegen Kratzer und Chemikalien auf.

 

Bei der anschließenden Führung über das Betriebsgelände der IST METZ GmbH bekamen die insgesamt mehr als 100 Besucher der Veranstaltung an beiden Tagen einen Einblick in die Produktion der UV-Aggregate und die Fertigung einzelner Komponenten wie UV-Lampen, elektronische Vorschaltgeräte oder Reflektoren. In den neuen Räumlichkeiten des Labors von IST METZ wurde zunächst die Raytracing-Software vorgestellt, die es ermöglicht, den Strahlengang des UV-Lichts optimal auf das zu beschichtende Teil abzustimmen. In der anschließenden Vorführung wurde ein Spielzeug unter dem MBS®-3D ausgehärtet. Hauptmerkmal dieses innovativen UV-Systems ist es, dass komplexe 3D-Teile mit nur einer UV-Lampe ausgehärtet werden können.

 

„Wir freuen uns, dass unser erstes Industrial UV Forum durchweg positive Resonanz bei den Besuchern hervorgerufen hat“, so Dirk Jägers. „Gerne bieten wir auch nächstes Jahr wieder eine solche Veranstaltung an. Das Schwerpunktthema könnte dann zum Beispiel Verklebungen oder Metallbeschichtung sein.“

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