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Multi-Prozess als Maßanzug à la Pago

Vor nunmehr acht Jahren hat die zur internationalen Pago-Gruppe gehörende Pago Etikettiersysteme GmbH in Aichtal-Aich damit begonnen, bei Maschineninvestitionen maßgeschneiderte Multi-Prozess-Systeme einschließlich der erforderlichen Peripherie nach einem umfangreichen Pflichtenheft selbst zusammenzustellen. Der Erfolg dieser Maßnahme ist an den Kennzahlen der Maschinen abzulesen, die eine überdurchschnittlich hohe Produktionsleistung bei äußerst zuverlässigem Dauereinsatz belegen.

Alle Maschinen sind mit UV-Härtung ausgestattet. Bei der UV-Technologie arbeitet Pago ausschließlich mit der IST Metz GmbH als Lieferpartner zusammen. Selbstklebende Etiketten zur Produktdekoration zählen neben Funktions- und Informationsetiketten zu den Schwerpunkten in der Fertigung von Pago. Da die Produktzyklen im Dekorationsbereich durch den Wettbewerbsdruck am Markt extrem kurz geworden sind, steht der Etikettenhersteller permanent vor der Aufgabe, Innovationen zu entwickeln. Das lässt sich in der heutigen Zeit nur mit maßgeschneiderten Produktionssystemen erfüllen, meint Adam Schweitzer, Mitglied der Pago-Geschäftsleitung. Die Multi-Prozess-Technologie ist dabei mittlerweile ein Bestandteil, zu dem es gegenwärtig keine Alternative gibt. Zusammenstellen der Maschinensysteme nach Pflichtenheft Um für eine spezielle Anwendung die passende Technik zu finden, vertraut Pago seit nunmehr acht Jahren auf die gleiche Vorgehensweise. Vor der Investition wird ein detailliertes Pflichtenheft erstellt, mit dessen Hilfe anschließend am Markt die geeignete Maschine sowie die weiteren Komponenten zusammengesucht werden, die als Peripherie für die Produktion erforderlich sind. Dabei kommt es teilweise zu erheblichen Abänderungen an den Maschinen, indem z.B. die Steuerung oder die Antriebstechnologie durch Produkte ersetzt werden, die Pago bevorzugt. Keine "Maschine von der Stange" zu installieren, setzt allerdings sehr viel Know-how voraus. Das Unternehmen in Aichtal konnte mit dieser Methode durchweg außerordentlich gute Erfolge erzielen. Bei den meisten der installierten Multi-Prozess-Druckmaschinen, die seit Jahren rund um die Uhr produzieren, liegt die Störungsanfälligkeit nahezu bei Null. Dies, so Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Karl-Friedrich Michel, Produktionsleiter im Unternehmensbereich Etiketten, lässt sich durch die konsequent ermittelten Produktionskennzahlen eindeutig belegen.

Bei der UV-Technologie über den Tellerrand geschaut Sämtliche in den letzten acht Jahren installierten Maschinen sind in der Lage, mehrere Prozesse inline zu verarbeiten. Dabei kommen alle gängigen Druckverfahren jeweils mit UV-Härtung zum Einsatz. Im Rückblick stellt Karl-Friedrich Michel fest, dass speziell auf dem Gebiet der UV-Härtung viele technische Erkenntnisse aus der allgemeinen Druckindustrie im Etikettendruck lange Zeit ungenutzt blieben. In anderen Marktsegmenten wie dem Bogen- und Rollenoffset zeigten UV-Ausrüstungen teilweise weitaus höhere Leistungen als die gängigen Ausstattungen der Schmalbahnmaschinen. Pago stellte bei der Auswahl der UV-Technologie deshalb die Kriterien Zuverlässigkeit, Zugänglichkeit, Leistungsfähigkeit, Lebensdauer, Wartungsfreundlichkeit, usw. in den Vordergrund. Unter diesen Voraussetzungen fiel die Entscheidung auf die Firma IST Metz GmbH in Nürtingen als UV-Ausrüster. Beim ersten Auftrag handelte es sich um eine aufwendige Nachrüstung einer Gallus R200. Die guten Erfahrungen veranlassten Pago, im Jahr 1994 eine neue Druckmaschine bei Gallus bereits mit dem Wunsch zu bestellen, dass die Maschine für den Einsatz von IST-Aggregaten vorbereitet wird. Die Suche nach der jeweils geeigneten Technik sowie die selektive Entscheidung für enge Lieferpartnerschaften hat dazu geführt, dass Pago immer wieder neue Entwicklungen angestoßen hat. Im Bereich der UV-Technik war das Unternehmen beispielsweise mit der seinerzeit im Pflichtenheft enthaltenen Forderung nach einem modular austauschbaren UV-Aggregat der Auslöser für die Entwicklung des IST-Minicure-Systems in Einschubtechnik. Außerdem, so erinnert sich Joachim Hildebrandt, weltweit verantwortlich für Etikettenanwendungen bei IST Metz, war Pago auch der erste Anwender im Etikettenbereich, der die Vorteile der Kühlwalzentechnik richtig einschätzte und auch nutzte. Viele andere Etikettendruckereien folgten diesem Beispiel, um vor allem Probleme wie Verzugserscheinungen an der Warenbahn zu vermeiden. UV ist mittlerweile ein Muss Im Maschinensaal von Pago in Aichtal stehen über 30 Produktionslinien zur Fertigung von selbstklebenden Etiketten.

Sämtliche Anlagen sind mit UV-Technologie ausgestattet, die in diesem Branchensegment nach Einschätzung von Karl-Friedrich Michel inzwischen unverzichtbar geworden ist. Wie sonst könnten in einer Rotationsdruckmaschine teilweise zehn oder mehr Farben in einem Inline-Prozess von Rolle auf Rolle problemlos übereinander gedruckt werden. Dabei kommt noch hinzu, dass der Anteil an Folienmaterialien bei Pago etwa 75 bis 80 % beträgt. Daneben bringt der Einsatz der UV-Technologie noch weitere Vorteile, auf die bei Pago niemand mehr verzichten will. So wird z.B. die Handhabung von Lösemitteln bedeutend reduziert. Außerdem kann je nach Auftrag die maximale Produktionsgeschwindigkeit der jeweiligen Maschine ausgeschöpft werden, weil die Trocknung als begrenzender Faktor wegfällt. Zuverlässiges Glied in der Produktionskette Auch wenn die UV-Härtung im gesamten Produktionsumfeld der Druckerei nur eine von vielen Komponenten ist, so zählt sie doch zu den elementaren Bausteinen, bei denen sich ein Anwender am besten keinen Störfaktor einhandeln sollte. Pago hat sich deshalb sehr sorgfältig mit dieser Materie auseinandergesetzt. Die grundsätzliche Funktion der UV-Härtung trauten die Verantwortlichen in Aichtal zwar vielen Anbietern im Bereich UV-Anlagen und UV-Lampen zu. Da aber eine langjährig konstante Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit der Systeme im Vordergrund stand, schränkte sich die Zahl der in Frage kommenden Lieferanten schnell ein. Im Nachhinein hat sich die strenge Auswahl gelohnt, bei der sich schlussendlich die Firmengruppe IST Metz als UV-Lieferant durchsetzen konnte. Die UV-Anlagen, die sich zum Teil seit mittlerweile acht Jahren im Dauereinsatz befinden, arbeiteten nach den bereits erwähnten Maschinenkennzahlen in dieser Zeit nahezu fehlerfrei. "Seit wir UV-Anlagen von IST einsetzen, sind unsere Maschinen-Stillstandkosten bedeutend gesunken," so Karl-Friedrich Michel. Zu diesen guten Werten tragen auch die UV-Lampen bei, die von IST Metz bezogen werden. Hierzu werden jährlich Testreihen bis hin zu Spektralanalysen mit allen marktüblichen Produkten durchgeführt.

Dabei wird vor allem auch auf Parameter wie die Alterungsbeständigkeit geachtet, die einen entscheidenden Einfluss auf die Härtungsqualität im Fortdruck hat. In diesem Zusammenhang hat sich die Erfahrung von Karl-Friedrich Michel immer wieder bestätigt, dass die Spreu um so schneller vom Weizen getrennt wird, je länger die Lampe im Einsatz ist. Weil die UV-Lampen aus dem Hause IST Metz bislang jedes Jahr Testsieger werden konnten, werden sie in Aichtal aus Gründen der Qualitätssicherung exklusiv eingesetzt. Gemäß den Richtlinien, die Pago im Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 festgelegt hat, werden alle UV-Lampen nach einer Einsatzdauer von 2500 bis 3000 Betriebsstunden ausgetauscht. Das geschieht vorsorglich im Rahmen der bei Pago fest fixierten Wartungs- und Reinigungsintervalle, obwohl Karl-Friedrich Michel überzeugt ist, dass auch eine deutlich längere Nutzung ohne entscheidende Leistungsabfälle möglich wäre. Synergien innerhalb der Gruppe Die umfangreichen Erfahrungen im Bereich der UV-Technologie werden regelmäßig innerhalb der Pago-Gruppe weitergegeben. Auf diese Weise kann jeder Standort des internationalen Unternehmens für einen anderen einspringen. Die kompatibel ausgestatteten Produktionswerke zählen mit zu den besonderen Stärken des Firmenverbundes mit Holdingsitz in Grabs, Schweiz. Von der Zusammenarbeit der vergangenen Jahre profitieren sowohl Pago als auch IST Metz. So wie in einigen technischen Entwicklungen speziell die Anforderungen der Pago-Gruppe berücksichtigt sind, so nutzt IST Metz auch die Möglichkeit, Neuentwicklungen in Aichtal unter Produktionsbedingungen einzusetzen. Das Pago-Entwicklungsteam aus Aich hat hier in jüngster Zeit das Schnellwechselsystem bei den UV-Lampen oder das neue elektronische Vorschaltgerät unter Praxisbedingungen testen können. Eine weitere Innovation, die aus Sicht von Karl-Friedrich Michel sehr viel Potenzial für die Zukunft birgt, ist das System BLK-U, das Pago bereits an zwei Druckmaschinen installiert hat.

Ein modular austauschbares UV-Aggregat, wie es das IST Minicure-System in Einschubtechnik darstellt, war eine von Pago bereits im ersten Pflichtenheft festgehaltene Forderung. (Foto: Ehrlitzer)


Mit der Zuverlässigkeit und Leistung der UV-Systeme sind Adam Schweitzer (links), Mitglied der Pago-Geschäftsleitung, und Karl-Friedrich Michel (Mitte, Produktionsleiter im Unternehmensbereich Etiketten, sehr zufrieden, was Joachim Hildebrandt (rechts) von IST Metz gerne registriert. (Foto: Ehrlitzer)


Auf Schmalbahnmaschinen, die mit UV-Anlagen von IST Metz ausgestattet sind, werden hochwertige Haftetiketten, Verschlussfolien und andere Materialien für Verpackungsanwendungen hergestellt. (Foto: IST METZ)


Im Produktsegment Rollenetiketten ist die UV-Technik mittlerweile ein Muss, doch auch in anderen Anwendungsbereichen des Verpackungsmarktes nimmt der UV-Druck immer stärker zu. (Foto: IST METZ)