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UV SET - Zeitungsdruck

Seit einiger Zeit sind die ersten UV-Systeme nun auch für Zeitungsdruckmaschinen verfügbar.

Die Punkte, die es bei der Entscheidung für einen Wechsel zum UV-Druck zu berücksichtigen gilt, und die Ausrüstung, die für eine erfolgreiche Arbeit notwendig ist, werden wir hier erläutern. Die Vorteile der UV-Technologie im Zeitungsdruck werden am Beispiel der Inbetriebnahme mehrerer UV-Druck- maschinen in innovativen Zeitungsdruckereien deutlich.

Daneben gibt es ein steigendes Interesse an UV-Lösungen von Seiten vieler Zeitungs- und Coldsetdruckereien. Die technischen Gründe sind hauptsächlich folgende:

  • Sofortige Trocknung, hohe Dichte
  • Inline-Druck von Werbematerial
  • Cover-Druck auf gestrichenem Material
  • Drucken auf SC/LWC-Qualitäten
  • Vorproduktion von Beilagen
  • Interessante Werbesendungen
  • Werterhöhung bereits vorhandener Produkte.

Diese neuen Möglichkeiten führten zu der generellen Ansicht, dass UV-Härtung eine weitere Maßnahme gegen den aktuellen Wirtschaftsabschwung sein könnte. Unter bestimmten Umständen kann eine Investition zu einer schnellen Anlagenrendite führen. Da die Verlagshäuser sich eher zurückhalten und hinsichtlich der Investition in neue Rotationspressen die Bremse gezogen haben, könnte es sein, dass hier Interesse an Investitionen mit schneller Rendite besteht. Vor dem Hintergrund freier Druckkapazitäten könnte man beispielsweise Produkte, die aktuell an Heatset-Unternehmen fremdvergeben werden, hausintern herstellen. In einer bestimmten Auflagenhöhe sehen die Kostenvorteile in Logistik und Druck bei UV eindeutig positiv aus, obwohl die Preise für Druckfarben höher als bei Heatset sind. Auch wenn die Preise für Heatset-Farben parallel zum Rohölpreis ständig steigen und sich dann jeweils auf dem höheren Niveau einpendeln, gibt es immer noch einen Unterschied zu den UV-Farben, deren Preis auch nicht durch die Tatsache wettgemacht wird, dass UV-Farben aufgrund ihrer Zusammensetzung aus 100% Feststoff eine größere Reichweite haben - in der Praxis von etwa 20% - als Heatset-Farben, die sich bis zu 40% aus Lösungsmitteln zusammensetzen.

Für eine erfolgreiche Integration in bestehende Produktionslinien müssen Parameter wie

  • Generell höhere Farbkosten
  • Unterschiedliche rheologische Eigenschaften (Pumpen)
  • Unterschiedliche chemische Zusammensetzungen (Farbwalzen, Gummitücher)

respektiert und in Betracht gezogen werden, um eine erfolgreiche Installation zu gewährleisten.

Andererseits bringen die technischen Vorteile gegenüber Heatset wie z.B.

  • Keine Blasenbildung
  • Keine Nachbrenner/Nachverbrennung notwendig
  • Kein Schrumpfen der Bahn unter Wärmeeinfluss, keine
    Rückbefeuchtung
  • Keine Silikonstreifen wegen ungleichmäßiger Silikonisierung
  • Kein Aufrichten der Papierfasern
  • Kein Absetzen von Farbe an Mitläuferwalzen, Falzmaschinen, Transportbändern und Versandraumanlagen
  • Keine Probleme mit Scheuern und Kratzen im Trockner
  • Keine Welligkeit von Produkt und Bahn
  • Weniger Platzbedarf als bei HS-Trocknern
  • Keine Richtungsänderung der noch nicht getrockneten Bahn

gegenüber den konventionellen Druckmaschinen wirtschaftliche und technische Vorteile.